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Papierbootregatta
Boot "Charly" kentert - Timo gibt alles
Zwischen Regenschauern packendes Vergnügen mit sieben Papierbooten im Hafenbecken

Beim
Schönheitswettbewerb der 12. Papierbootregatta in Fedderwardersiel
hat Freitagnachmittag die auf dem Rücken liegende Kuh "Wanda", das
Boot der Jugendgruppe des Bürgervereins Ellwürden, den
"Barbies im Schwan" aus Waddens den Rang abgelaufen. Schnellstes Boot
war der "Hai" aus Rodenkirchen, dicht gefolgt von den "Baskets" aus
Burhave. 1000 bis 1500 Zuschauer verfolgten das Geschehen im
Hafenbecken. Foto: Horst Lohe
(mehr Fotos von Horst Lohe: hier)
WÄHREND DER WETTFAHRTEN PAUSIERTEN DIE REGENFÄLLE WEITGEHEND. DAFÜR WAR'S ABER ETWAS SEHR WINDIG.
VON HORST LOHE
FEDDERWARDERSIEL - Das anhaltende Schauerwetter
hat die 12. Papierboot-Regatta am Freitagnachmittag in Fedderwardersiel stark
beeinträchtigt. Statt 3000 bis 4000 Zuschauer wie in den Vorjahren, kamen nur
1000 bis 1500. Dennoch büßte die Auftaktveranstaltung zur 38.
Krabbenkutter-Regatta wenig an packendem Vergnügen ein. Ein Boot kenterte
sogar. Eine unbeabsichtigte Rempelei auf dem Wasser sorgte ebenfalls für
Aufsehen.
Moderator Karl-Heinz König lobte, dass die Besatzungen mit viel Begeisterung
mitmachten. Das Publikum stimmte mit starkem Beifall zu. Die nur aus Papier,
Pappe und Klebstoff gebauten Boote hatten mit relativ starkem Wind zu kämpfen.
Während der Regattafahrten hielt sich der Regen aber weitgehend zurück. Erst
anschließend folgten neue Schauer.
Die unabhängige Jury aus Urlaubern wählte die auf dem Rücken liegende Kuh
„Wanda“, das umgebaute und teilweise neu gestaltete Boot der Jugendgruppe des
Bürgervereins Ellwürden, zum schönsten der sieben Papierboote (siehe auch Bild
auf der Titelseite).
Die Besatzung (Alexander Friedrichs und Patrick Bruns) erhielt den damit zum
fünften Mal vergebenen, von der NWZ gestifteten Wanderpokal plus 150 Euro Geldgewinn.
Insgesamt 18 Jugendliche hatten unter Leitung von Torsten Lange „Wanda“ wieder
hübsch und flott gemacht.
Zum zweitschönsten Boot kürte die Jury den originellen Beitrag aus Waddens mit
Namen „Barbies im Schwan“. Besatzung: Tomke Hansing, Lena Beermann, Christin
Warns, Reanne de Witte.
Der dritte Schönheitspreis ging an das von Urlaubern aus Adelebsen bei
Göttingen gebaute Boot „Ferracedes“ mit den Besatzungsmitgliedern Maik Engling
und Tobias Kopp.
Die Butjadinger Ortschaft Feldhausen war mit Boot „Charly“ dabei. Doch Charly
nahm die falsche Richtung, verlor den Kurs, kriegte dann nicht die Kurve – und
kenterte mit Timo Plümer, Tobias Oetjen, Armin Mönich und Reinke Plump an Bord.
Feldhauser geben aber so schnell nicht auf. Wenn nur ein Besatzungsmitglied ins
Ziel schwimmt, wird die Regattafahrt gewertet. Also schwammen die Feldhauser im
etwa 19 Grad kalten Wasser los – angefeuert von einer beachtlichen Fangemeinde
auf dem Deich. Timo Plümer erreichte unter großem Beifall das Ziel in der Zeit
von vier Minuten und 29 Sekunden.
Das schnellste Boot war nach einer Minute
und 45 Sekunden im Ziel: der „Hai“ aus Rodenkirchen mit Andre van der Felde und
Markus Giesinger. Mit 1:48 Minuten fast gleichauf folgte „Baskets“ aus Burhave,
begleitet von viel Applaus und guten Zurufen einer eigenen Fangemeinde.
Besatzung: Klaus-Gert Best, Helmut Becker, Harald Vorwerk, Ingo Janßen.
Auf Rang drei gelangte das Göttinger Boot „Ferracedes“ mit 2:05 Minuten,
gefolgt von „Altgenossen“ aus Rodenkirchen mit Karina Kaliske und Lena Beuksen
an Bord (2:29).
Das zweitschönste Boot, „Barbies im Schwan“ landete im Rennen der Schnellsten
auf Rang fünf.
Erstmals gab’s noch einen Preis für das Boot, das am nächsten einer vorher
gezogenen Zeit kam. Das war „Barbies im Schwan“ – mit der gefahrenden Zeit von
genau drei Minuten ganz nahe an der gezogenen Zeit von drei Minuten und zehn
Sekunden.
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