Theater
Ellwürder
Spielschar geht eigene Wege
Bürgerverein
Vorstand lehnt finanzielle Forderungen der Theatergruppe ab
Wechsel
zu Venema

Mit
dem Dreiakter „Alles bloß Theoter“ hat die Spielschar ihre
Abschiedsvorstellung unter dem Dach des Bürgerveins Ellwürden
gegeben. BILD: ARCHIV
FÜR
DEN VORSTAND HAT DIE GLEICHBEHANDLUNG VORRANG. ANSONSTEN WÄRE DER
VEREINSGEDANKE GEFÄHRDET.
ELLWÜRDEN/ABBEHAUSEN
- Getrennte Wege gehen künftig der Bürgerverein Ellwürden und die
plattdeutsche Theaterspielschar. Vereinsvorsitzender Michael Garbe
gab am Donnerstag in der Frühjahrsversammlung bekannt, dass die
bisherigen Mitglieder der Ellwürder Spielschar künftig als eigenständige
Gruppe für den Gastronomen Udo Venema im „Butjadinger Tor“
spielen wollen. Der Obmann der Spielschar, Reiner Gebauer, habe sein
Amt im März niedergelegt.
Michael Garbe wies darauf hin, dass der geschäftsführende Vorstand
des 1023 Mitglieder zählenden Vereins mehrfach mit den Spielleuten
die Situation erörtert habe. Anlass der Diskussion waren
finanzielle Forderungen der Theatergruppe. Dem Wunsch nach einer
deutlich erhöhten Aufwandsentschädigung konnte der Vorstand nicht
entsprechen. Michael Garbe nannte dafür drei Gründe. Zum einen müssten
alle Gruppen des Bürgervereins gleich behandelt werden. Die
Theaterleute dürften nicht gegenüber den Karnevalisten,
Osterfeueraktiven oder Pfingstfestausrichtern bevorzugt werden. Zum
anderen zähle für den Vorstand der Vereinsgedanke. Und schließlich
hätten die Laiendarsteller ein Angebot von Udo Venema unterbreitet
bekommen, das eine Vergütung der Akteure vorsehe, die ein Verein
nicht leisten könne. „Dieses Angebot war nicht konkurrenzfähig,
da kann ein Bürgerverein nicht mithalten“, sagte der Vorsitzende.
Ein Mitglied schlug in der Versammlung vor, Udo Venema als
Vereinsgastwirt abzuwählen und eine Alternative zu überdenken. Darüber
soll ausführlich in der nächsten Mitgliederversammlung beraten
werden, kündigte Michael Garbe an.
Er machte deutlich, dass der Vorstand die Abkehr der Laienspieler
vom Bügerverein sehr bedauert. Die Entscheidung, den finanziellen
Forderungen der Theaterspieler nicht anzukommen, sei nicht leicht
gewesen. Seit seinem Amtsantritt im Januar 2007 sei die
Angelegenheit immer wieder besprochen worden, auch in mehreren
Zusammenkünften mit Vertretern der bisherigen Laienspielgruppe.
Auch
in Zukunft wird sich der Bürgervereinsvorstand wohl noch mit dem
Thema befassen müssen. Erste Ideen für einen Neuaufbau der Ellwürder
Spielschar gibt es bereits.
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