19.04.2008

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 Theater

Ellwürder Spielschar geht eigene Wege

Bürgerverein Vorstand lehnt finanzielle Forderungen der Theatergruppe ab Wechsel zu Venema


Mit dem Dreiakter „Alles bloß Theoter“ hat die Spielschar ihre Abschiedsvorstellung unter dem Dach des Bürgerveins Ellwürden gegeben. BILD: ARCHIV

FÜR DEN VORSTAND HAT DIE GLEICHBEHANDLUNG VORRANG. ANSONSTEN WÄRE DER VEREINSGEDANKE GEFÄHRDET.

ELLWÜRDEN/ABBEHAUSEN - Getrennte Wege gehen künftig der Bürgerverein Ellwürden und die plattdeutsche Theaterspielschar. Vereinsvorsitzender Michael Garbe gab am Donnerstag in der Frühjahrsversammlung bekannt, dass die bisherigen Mitglieder der Ellwürder Spielschar künftig als eigenständige Gruppe für den Gastronomen Udo Venema im „Butjadinger Tor“ spielen wollen. Der Obmann der Spielschar, Reiner Gebauer, habe sein Amt im März niedergelegt.

Michael Garbe wies darauf hin, dass der geschäftsführende Vorstand des 1023 Mitglieder zählenden Vereins mehrfach mit den Spielleuten die Situation erörtert habe. Anlass der Diskussion waren finanzielle Forderungen der Theatergruppe. Dem Wunsch nach einer deutlich erhöhten Aufwandsentschädigung konnte der Vorstand nicht entsprechen. Michael Garbe nannte dafür drei Gründe. Zum einen müssten alle Gruppen des Bürgervereins gleich behandelt werden. Die Theaterleute dürften nicht gegenüber den Karnevalisten, Osterfeueraktiven oder Pfingstfestausrichtern bevorzugt werden. Zum anderen zähle für den Vorstand der Vereinsgedanke. Und schließlich hätten die Laiendarsteller ein Angebot von Udo Venema unterbreitet bekommen, das eine Vergütung der Akteure vorsehe, die ein Verein nicht leisten könne. „Dieses Angebot war nicht konkurrenzfähig, da kann ein Bürgerverein nicht mithalten“, sagte der Vorsitzende.

Ein Mitglied schlug in der Versammlung vor, Udo Venema als Vereinsgastwirt abzuwählen und eine Alternative zu überdenken. Darüber soll ausführlich in der nächsten Mitgliederversammlung beraten werden, kündigte Michael Garbe an.

Er machte deutlich, dass der Vorstand die Abkehr der Laienspieler vom Bügerverein sehr bedauert. Die Entscheidung, den finanziellen Forderungen der Theaterspieler nicht anzukommen, sei nicht leicht gewesen. Seit seinem Amtsantritt im Januar 2007 sei die Angelegenheit immer wieder besprochen worden, auch in mehreren Zusammenkünften mit Vertretern der bisherigen Laienspielgruppe.

Auch in Zukunft wird sich der Bürgervereinsvorstand wohl noch mit dem Thema befassen müssen. Erste Ideen für einen Neuaufbau der Ellwürder Spielschar gibt es bereits.  

 

 

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